138 Verfasserin: Gerda Naumann mit Hilfe ihres Schwiegersohns Mein Name ist Gerda Naumann und ich bin inzwischen 97 Jahre alt. Ich wurde in Berlin, Spandau-Staaken, geboren und bin die älteste von vier Geschwistern. Mein Bruder ist kurz nach Kriegsende verstorben, meine Schwester und mein kleiner Bruder leben noch heute in Spandau-Staaken. Meine Eltern hatten es nicht leicht, uns groß zu bekommen. Es waren schwere Zeiten. Zwei Töchter habe ich allein großgezogen und beide lange Zeit begleiten dürfen. Ich habe vier Enkel und schon sechs Urenkel. Wir sind eine große Familie, die inzwischen in alle Himmelsrichtungen in Deutschland verteilt wohnen. Dadurch sieht man sich zwar wenig, aber wir telefonieren ständig miteinander. Im Herbst 2016 bin ich unglücklich gestürzt und es wurde ein Lendenwirbelbruch festgestellt, ich war praktisch querschnittsgelähmt. Die Ärzte gaben mir aber Hoffnung und operierten mich, trotz meines hohen Alters. Nach drei Monaten Reha-Aufenthalt, durfte ich wieder nach Hause. Meine Tochter und mein Schwiegersohn leiteten alles ein, um mich abzusichern. Sie organisierten einen Pflegedienst, der täglich zu mir nach Hause kam. Es ging wieder bergauf mit mir. Laufen mit dem Rollator, kleine Wanderungen und sogar Ausflüge hatte ich gemacht. Dann kam das Jahr 2019, in dem meine Tochter an Krebs verstarb. Ich war am Boden zerstört und fragte mich immer wieder, warum sie und nicht ich sterben musste. Mein Schwiegersohn und meine Familie halfen mir dabei, den schweren Verlust meiner Tochter zu ertragen. Mein Schwiegersohn kümmert sich inzwischen sehr viel um mich und ich bin froh, dass er ein Teil meiner Familie ist. domino-coach: Sabine Grün domino-world™ Club Treptow
RkJQdWJsaXNoZXIy NzM1MjE=