187 Na ja, jedenfalls bekam ich einen domino-coach an meine Seite, die als erstes mit mir einige Tests durchführte und mir vom domino-coaching™ erzählte. Es wurde ein Therapieprogramm erstellt, das meine Kraft in den Beinen und Armen stärken sollte, und vor allem auch meine Balance. Somit begann eine lange Therapie mit Hochs und Tiefs. Durch viele Gespräche mit meinem Sohn und den Pflegekräften musste ich mich einfach umstellen. Ich trainierte wirklich hart und aktiv. Die ersten Erfolge zeigten sich auch bald, d. h. ich konnte mich wieder selbst im Bett aufsetzen, mich umsetzen in den Rollstuhl und diesen auch mit meinen Armen selbst bewegen. Dann begann man, mit mir Gehübungen am Rollator zu unternehmen, die ich täglich mit den Beschäftigungstherapeutinnen auf der Wohnetage durchführte. Es wurde immer besser und ich fühlte mich immer sicherer, auch wenn ich mich oftmals noch überschätzte und auch wieder stürzte. Aber ich stand immer wieder auf, trotz so mancher Beule und auch Schmerzen. Wie heißt es so schön in einem Lied: „Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg ist steinig und schwer.“ Na ja, jedenfalls kann ich jetzt allein am Rollator gehen, kann mich selbst kleiden und auch pflegen. Jeder Tag ist nicht gleich, aber meistens gelingt es mir immer häufiger. Vor kurzem kam dann mein domino-coach zu mir und überreichte mir eine Urkunde. Darauf stand „Mutmacher des Monats: Marianne Puhlmann“. Ich konnte es kaum glauben, aber plötzlich empfand ich nur noch Stolz und Freude. Bevor ich die Geschichte beende, habe ich noch ein Gedicht herausgesucht, was auf mich voll zutrifft. Es ist nicht von mir verfasst, aber beschreibt meine Gefühlswelt. Bitte lesen sie selbst.
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